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Pressemitteilung | 1. Oktober 2010

Für Zusammenhalt - gegen Ausgrenzung

AWO plädiert auf Sozialkonferenz für die Stärkung des Sozialen in Deutschland

"Wir müssen in Deutschland sehr aufpassen, dass wir den Zusammenhalt unserer Gesellschaft nicht gefährden", so der AWO-Präsident Wilhelm Schmidt auf einer Sozialkonferenz des Wohlfahrtsverbandes in Essen. "Es wird derzeit eine Politik für die Wenigen und auf Kosten der Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger gemacht; es ist eine Politik, die die starken Interessen prämiert und die schwachen Interessen überhört", betont Schmidt. "Eine solche Politik untergräbt den Sozialstaat und wird zugleich die Spaltung innerhalb der Gesellschaft vergrößern."
 
Ähnlich äußerte sich auch der SPD-Parteivorsitzende Sigmar Gabriel in seiner Grundsatzrede. "Teilhabe an unserer Gesellschaft und Zusammenhalt stärken, das ist die zentrale Aufgabe", so der Gabriel. Ein funktionierender Sozialstaat sei deshalb unabdingbar. Er "ist eine Freiheitsagentur für einen Zugang zum selbst bestimmten Leben".
 
Wilhelm Schmidt und Sigmar Gabriel betonten unisono, dass gerechte Arbeitsverhältnisse geschaffen werden müssen. Eine Lohnabwärtsspirale befördere die Armut in Deutschland. Von daher "ist die Einführung eines gesetzlichen Mindestlohns unabdingbar", so der SPD-Parteivorsitzende.
 
Die AWO setzt derzeit mit ihrer Kampagne "Jetzt geht's ans letzte Hemd" ein Zeichen gegen den Sozialabbau und für den Zusammenhalt in Deutschland. Nach dem öffentlichen Protest vor dem Berliner Reichstagsgebäude während der Haushaltsberatungen des Bundestages ist die Sozialkonferenz ein weiterer wichtiger Teil dieser Kampagne. "Wir wollen nicht nur protestieren, sondern auch inhaltlich argumentieren", so der AWO-Präsident. Es sei dringender denn je, "seriös und angemessen über ein gerechtes Miteinander in Deutschland zu diskutieren", fordert Schmidt. Deshalb sei es ein wichtiges Signal, "wenn die AWO hier in Essen zu dieser Sozialkonferenz zusammengekommen ist, um der Sozialpolitik wieder eine Stimme zu geben." Sozialpolitik dürfe nicht als ein "lästiges Anhängsel der Gesellschaft angesehen werden", ergänzte der SPD-Parteivorsitzende Gabriel.
 
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Pressemitteilung | 23. September 2010

Gewinner des AWO-Fotowettbewerbs "Arm in einer reichen Gesellschaft" auf der photokina ausgezeichnet

Die Gewinner des AWO-Fotowettbewerbs "Arm in einer reichen Gesellschaft" wurden heute im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung auf der der weltgrößten Fotomesse "photokina" in Köln ausgezeichnet. Die drei Erstplatzierten in den Kategorien Nachwuchs- und Hobbyfotografen erhielten Geld- und Sachpreise im Wert von 3.500 Euro. Der AWO-Bundesvorsitzende Wolfgang Stadler, Juryvorsitzender des Wettbewerbs, zeigte sich angetan von den eingereichten Arbeiten: "Es fiel meinen Jurykollegen und mir wahrlich nicht leicht, die besten Fotos zu prämieren, da die Qualität doch enorm war. Ich denke aber schon, dass wir eine sehr gute Auswahl getroffen haben." Es sei in jedem Falle "sehr beeindruckend, wie mit dem Thema fotografisch umgegangen wurde. Das hat uns als AWO sehr gefallen."

Die Namen der Preisträgerinnen und Preisträger/Plätze 1-3:

Kategorie Nachwuchsfotografen:

  • Olga Kudrjawzewa, Gronau
  • Martin Rehm, Nürnberg
  • Hannes Francke, Berlin

Kategorie Hobbyfotografen:

  • Jenny Sturm, Halle
  • Robert Möckel, Chemnitz
  • Michael Schiele, Hamburg

Weitere Informationen zum Wettbewerb erhalten Sie unter www.awo-fotowettbewerb.org

Der AWO-Fotowettbewerb "Arm in einer reichen Gesellschaft" wurde mit den Partnern vom Deutschen Verband für Hobbyfotografie (DVF) und CEWE-color durchgeführt. Er ist Teil der aktuellen AWO-Kampagne gegen den Sozialabbau "Jetzt geht's an letzte Hemd" (www.awo-dasletztehemd.org).

 

 

Pressemitteilung | 16. September 2010

AWO: Mehr als 3000 "Letzte Hemden" protestieren gegen Sozialabbau

Spektakuläre Aktion zur Haushaltsdebatte im Bundestag: "Wir akzeptieren nicht, dass das Sparpaket ausschließlich bei armen Menschen landet!"

Mit "Letzten Hemden" aus dem ganzen Bundesgebiet hat die AWO am Donnerstag vor dem Bundestag gegen die völlige soziale Schieflage der Sparbeschlüsse der Bundesregierung protestiert. "Wir sind die Lobby für Menschen, die sich nicht so artikulieren können wie mächtige Konzerne, deren Interessen bei dieser Regierung immer Gehör finden", sagte der AWO Bundesvorsitzende Wolfgang Stadler. "Wir akzeptieren nicht, dass das Sparpaket ausschließlich bei armen Menschen landet!


Bild: AWO Bundesverband


Während die Abgeordneten im Bundestag über den Sozialetat im Haushaltsentwurf der Regierung debattierten, war draußen eine Modenschau der besonderen Art zu sehen: Auf einem Laufsteg präsentierten Aktivisten ihre "letzten Hemden" – individuell beschriftet mit Slogans gegen das Sparpaket. Am Ende des Catwalks entrissen ihnen Bundeskanzlerin Angela Merkel und Sozialministerin Ursula von der Leyen in Puppengestalt die "letzten Hemden" symbolisch. Mehr als 2000 "letzte Hemden" flattern rundum auf Wäscheleinen vor dem Reichstagsgebäude im Wind.


"Reiche besteuern, statt Arme schröpfen" lautet die zentrale Forderung, der gemeinsamen Aktion von Arbeiterwohlfahrt, Attac, Campact, dem Aktionsbündnis Sozialproteste, der Koordinierungsstelle gewerkschaftlicher Arbeitslosengruppen sowie der Verdi-Jugend. Gemeinsam fordern sie, Reiche stärker zur Verantwortung zu ziehen – unter anderem durch eine Erhöhung des Spitzensteuersatzes, die Wiedereinführung der Vermögenssteuer sowie die Einführung der Finanztransaktionssteuer. 
"Fast die Hälfte des Sparpakets soll allein im sozialen Bereich gekürzt werden", erklärte der AWO Vorstand. "Statt die skandalöse Kinderarmut zu bekämpfen, wird die Haushaltskonsolidierung auf dem Rücken der ärmsten Eltern und ihrer Kinder ausgetragen. Statt die Regelsätze zu erhöhen, will man ihnen nun Chipkarten in die Hand drücken!", kritisierte Stadler.



Bild: AWO Bundesverband

"Die soziale Ungerechtigkeit dieser Sparbeschlüsse ist unerträglich! Während die Republik aufgeheizt über mangelnde Integration und schlechte Bildungschancen debattiert, verschärft diese Regierung die Lage zahlloser Bürger, die jetzt schon kaum wissen, wie sie den Alltag bewältigen sollen, geschweige denn ihren Kindern eine bessere Zukunft ermöglichen können", unterstrich AWO-Präsident Wilhelm Schmidt.
 So erlebt die AWO bundesweit großen Zuspruch der Bürger für ihre Kampagne "Jetzt geht's ans letzte Hemd! Gegen Sozialabbau. Für Zusammenhalt". In nur zwei Wochen haben AWO Mitglieder mehr als 1000 "Letzte Hemden" gesammelt sowie mehrere Tausend Protest-Postkarten. Die Kampagne macht insbesondere auch auf die teils dramatischen Einschnitte bei sozialen Diensten und Einrichtungen für die Bürger in den Kommunen aufmerksam. Beispiele werden in einem "Schwarzbuch Sozialabbau" dokumentiert.

www.awo-dasletztehemd.org
Facebook-Seite "Das letzte Hemd"

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Pressemitteilungen

01.09.2010 | Regierung darf nicht am einseitigen Sozialabbau festhalten Download als PDF-Datei

27.08.2010 | AWO startet Kampagne "Jetzt geht's ans letzte Hemd! Gegen Sozialabbau. Für Zusammenhalt!" Download als PDF-Datei

 

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Die aktuelle Stimmungslage der Bevölkerung zu sozialen Themen in Deutschland - ermittelt durch das AWO Sozialbarometer.

www.awo-sozialbarometer.org